Dachau Memorial Site Entrance Sign

Nachdem wir im Unterricht das Thema „Nationalsozialismus und Drittes Reich“ ausführlich durchgenommen hatten, machten wir uns auf den Weg zu der KZ-Gedenkstätte Dachau. Der Bus holte uns früh an der Schule ab und brachte uns nach Dachau. Noch relativ entspannt von der Busfahrt liefen wir zu dem Tor des Konzentrationslagers und schritten hindurch. Sobald wir dieses Gelände betraten, war es mit der entspannten Stimmung vorbei. Zunächst sahen wir uns eine Dokumentation über das KZ Dachau an. Uns stockte schon da der Atem. Anschließend lernten wir die geschichtskundige Lehrkraft des Gymnasiums Dachau, die uns durch das Lager führen sollte, kennen. Bedrückende Stille lag über unserer sonst recht aufgeweckten Klasse. Die Baracke, die wir besichtigen konnten und diese weite Fläche, auf der damals noch mehr Baracken standen – das alles brachte uns zum Schweigen. Geschockt über die damaligen unmenschlichen Taten an genau diesem Ort, an dem wir jetzt waren, folgten wir der Lehrkraft zu den Öfen. Wir konnten unseren Augen und Ohren kaum trauen, als wir erfuhren, welche schrecklichen und unvorstellbaren Geschehnisse an diesem Ort stattgefunden hatten. Nach der Führung durch das Lager konnten wir uns noch die Ausstellung ansehen und der Lehrkraft Fragen stellen. Wir lügen nicht, wenn wir sagen, dass wir irgendwie froh und erleichtert waren, als wir das Gelände wieder „verlassen durften“. Außerhalb des Geländes fühlte es sich wieder frei und nicht mehr bedrückt an. Sichtlich mitgenommen stiegen wir in unseren Bus ein und fuhren sehr viel ruhiger als bei der Hinfahrt zurück nach Murnau.

Laura Lörner

 


 

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