1718 Schulmannschaft Handball Mädchen Bayernfinale Kleinwallstadt 05.06.2018

Am 05.06.2018 spielten die Mädchen der Christoph-Propst-Mittelschule aus Murnau in Kleinwallstadt, im Landkreis Miltenberg in Unterfranken um den Titel des Bayerischen Landesmeisters im Hallenhandball.

… wie bzw. wo soll ich nur beginnen? Noch ganz benommen vom Spielverlauf versuche ich meine Gedanken langsam zu ordnen. Das Spiel selbst war an Dramatik nicht zu überbieten. Es gab alles was ein Spiel haben musste. Stimmung, Action, Aufregung - und eine knappe Entscheidung.

Beginne ich zuerst mit der Danksagung an die Ausrichter Kleinwallstadt, allen voran an Herrn Hans-Christof Simon.

Der Lehrerkollege und Betreuer der gastgebenden Mannschaft organisierte die Unterkunft, die Mahlzeiten sowie die An- und Abfahrt zu den Bahnhöfen etc. Die Unterkunft, in einem Seitental abgelegen im Spessart, war ein idyllisches Schullandheim von der AWO. Genügend Freizeitangebote verkürzten die verbliebenen Stunden bis zum Abendessen, nachdem wir nach 5 ½ Stunden Zug- und Busfahrt sowie Shuttle-Privat-Lehrertaxi in der Unterkunft in Klotzenhof ankamen. Die zugehörige Dorfgastschenke verköstigte uns u.a. mit 'Bratwürschten' mit Sauerkraut (hier herzlichen Dank an die Gemeinde, welche die Kosten übernommen hat.) Danach genossen viele von uns den herrlichen Sonnenuntergang mit Blick auf Spessart und Odenwald. Am Wettkampftag wurden wir in der Früh abgeholt, um in der Schulküche von Kleinwallstadt mit frischen Brötchen und einem reichlich gedeckten Frühstücksbuffet verwöhnt zu werden. Danach begaben wir uns zur Wettkampfstätte, eine helle Halle mit Platz für vierhundert Zuschauer.

Um 10.00 Uhr war Anpfiff. Das Ende zog sich bis 12:15 Uhr hin, obwohl eine Halbzeit 'nur' 25 Minuten dauert. Das Spiel war wie eingangs erwähnt sehr, sehr spannend. Im Rücken hatten die 'Kleinwallstädter' ihre komplette Schule mit 400 Schülern und den dazugehörigen Klassenlehrern. Jedes Tor wurde lautstark bejubelt. Doch zum Glück hielten meine Mädchen dem Druck stand. Zweimal konnten die Gastgeber sich kurz absetzen, ehe meine Murnauerinnen ausgleichen konnten. Danach wechselte die Führung von Angriff zu Angriff. Da es um jeden Ball und um jeden Hallenmeter ging, kam es auch zu zahlreichen Verletzungsunterbrechungen. Auch alle Auszeiten wurden von uns Betreuern in Anspruch genommen. Am Ende von 50 gespielten Minuten stand es 20:20. Eine 2x5 minütige Verlängerung folgte, in dieser sich die Spielmacherin des Gastgebers zu Beginn so schwer unverschuldet verletzte, dass das Spiel für 30 Minuten vom Unparteiischen unterbrochen werden musste. Das brachte die Murnauerinnen etwas aus der Spur, die gerade dabei waren, das Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Am Ende verloren wir unglücklich mit einem Tor, 24:25. Viele meiner Mädchen trauerten ihren vergebenen Chancen nach, und haderten mit dem Kampfgericht. Sie waren 'down'.

Dennoch bekamen sie viel Lob von allen Seiten, u.a. auch vom Schiedsrichter, der noch nie so eine disziplinierte Mädchentruppe hat auflaufen sehen. Nach der Dusche hellte sich die Stimmung wieder etwas auf. Ein bereitgestelltes Mittagessen mussten wir leider ausschlagen, denn es galt unsere feste ICE-Zugverbindung in Aschaffenburg in die Heimat zu erreichen. Alle meine 'Mädchen' können auf ihre Leistung sehr stolz sein. Mit nur drei Vereinsspielerinnen errangen wir den 'schmerzhaften' zweiten Platz. Vor allem die Torfrau Katharina Lindauer – die bisher noch nie zwischen den Pfosten stand - hielt mit ihrem großartigen Talent ihr Team im Rennen.

Mannschaftsbild:

von links nach rechts – stehend:

Johanna Schmidt, Carolina Wagner, Annalena Wagner, Anna-Lena Schwaiger, Katharina Lindauer, Johanna Albrecht, Suela Mazrek, Lea Siegl

von links nach rechts – kniend:

Kurt Christian, Laura Winkle, Angelina v. Scheele, Annemarie Elmauer

Kurt Christian

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